TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Messaufbau für das Forschungsprojekt HyGlas+


Hochschule
TU Ilmenau
Fakultät/Einrichtung
Maschinenbau
Förderkategorie
Auftragsforschung
Zeitraum
2020 - 2021
Drittmittelgeber
Bauhaus-Universität Weimar
Bewilligungssumme, Auftragssumme
Kategorie 5.000,00 - 9.999,00 €

Abstract:

Großflächige Glasfassaden haben heute einen bedeutenden Stellenwert. Gleichzeitig werden hohe Ansprüche an die Klimabedingungen von Innenräumen und damit auch an die Fassade gestellt. Der Nutzerkomfort kann mit Hilfe von Beschattungs-, Belichtungs- und Lüftungselementen sowie durch Regulierungen der Strahlungsintensität sichergestellt werden, was jedoch mit einem hohen Energieverbrauch verbunden ist. Um den Energieverbrauch zu senken wird der Fokus meist auf die Reduzierung des Nutzenergie-bedarfs gelegt, d.h. auf die Minimierung des Heizbedarfs im Winter und der Kühllasten im Sommer. Bei Gebäuden gelingt dies durch eine effiziente Nutzung der in die Fassade eingebrachten Solarenergie, wofür sich doppelschalige Glasfassaden (GDF) sehr gut eignen. Das Prinzip der GDF besteht darin, mit einer vorgesetzte Glasfassade eine kontrollierbare Zwischenklimazone zu schaffen. Damit kann der Heizwärmebedarf gesenkt werden. Die Kühllast ist im Sommer jedoch sehr hoch, da sich der Fassadenzwischenraum aufheizt. Die Nutzung der Energieüberschüsse und die Integration in die technische Gebäudeausrüstung bieten ein großes Optimierungspotenzial. Darüber hinaus kann durch den Einsatz verschiedener Funktionseinheiten die Funktionalität der Fassade erweitert und die Effektivität deutlich gesteigert werden. Ziel ist es, mit einer hybriden GDF sowohl den Heizbedarf als auch die Kühllast zu senken, bei gleichzeitiger Maximierung des Nutzerkomforts. Die dazu erforderliche Interaktion zwischen Witterungsbedingungen und Nutzeransprüchen soll nur durch die Steuerung der Funktionseinheiten mit einer angepassten Regelungstechnik gewährleistet werden. Im Rahmen des Projektes führt das Fachgebiet Lichttechnik Licht- und Strahlungsmessungen und Messung von Spektralverteilungen an der Musterfassade an. Weiterhin erfolgt eine Beteiligung an der Auswahl des Blendschutzsystems für die Musterfassade und die Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Blendschutzsysteme anhand der Messergebnisse.
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