TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Untersuchungen zum Einfluss von Stress auf die Wahrnehmung akustischer berufsspezifischer Signale im Verantwortungsbereich der BGN


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Sonstige
Zeitraum
2019 - 2019
Drittmittelgeber
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
Bewilligungssumme, Auftragssumme
16.700,00 €

Abstract:

Das Forschungsvorhaben wird in Kooperation zwischen dem Biomagnetischen Zentrum, der HNO-Klinik und dem Institut für Physiologie des UKJ bearbeitet. Es hatte sich in bei vorangegangenen Messreihen gezeigt, dass lärmschwerhörige Probanden bereits in Ruhe einen erhöhten Stresslevel aufwiesen, was uns nach extraauralen weiteren Auswirkungen der Lärmschwerhörigkeit suchen ließ, wobei im Hintergrund immer die Frage nach der möglichen Kausalität stand: ist die Schwerhörigkeit die Ursache für den beklagten Stress oder sind es Arbeitsumstände per se, die außerhalb und/oder unabhängig von der Schwerhörigkeit für den Stress sorgen, der sich dann auf die Hörminderung aufpfroft? In einer ersten Versuchsreihe wurde neben dem Erkennen von unterschiedlichen Tonhöhen das Wortverstehen unter dem Einfluss von störenden Hintergrundgeräuschen geprüft. Dabei werden verschiedene periphere und zentrale Stressparameter (arterieller Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Grundfrequenz im EEG/MEG, Parameter evozierter Potentiale) erfasst und die Ergebnisse zwischen den schwerhörigen Probanden und einer gesunden Kontrollgruppe verglichen. Weitere Untersuchungen richten sich auf den Einfluss von über Kopfhörer gehörter Musik auf die empfundene und die tatsächliche Leistungsfähigkeit bei kognitiven Aufgaben und auf den Einsatz lärm-/geräuschreduzierender Kopfhörer. Um den Aspekt des Lernens bei der Bewältigung von Höraufgaben durch Schwerhörige besser zu verstehen, wird eine Studie zum affektiven Lernen bei Tinnituspatienten in Kooperation mit dem Tinnitus-Zentrum des UKJ durchgeführt. Dabei geht es um die Suche nach Belegen für ein verändertes Lernen bei chronischer Hörstörung, welches sich z.B. in einer veränderten Habituation auf andere sensorische Reize äußern könnte. Ziel dieser Untersuchung ist es zum einen, Stressoren an Arbeitsplätzen schwerhöriger Arbeitnehmer zu identifizieren und in der Folge dann zu reduzieren. Zum anderen sollen Grundlagen geschaffen werden, um spezifische Trainingsmöglichkeiten für einen besseren Umgang mit schwierigen Hörverhältnissen im Alltag anbieten zu können. Davon erwarten wir eine Minderung von Stressauswirkungen auf die Beschäftigten.
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