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Projektdaten



AutoScale - Mehrdimensionale Analyse der Rolle von Antikörpern gegen den NMDA-Rezeptor bei Psychose und Schizophrenie


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Bund
Zeitraum
2019 - 2022
Drittmittelgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bewilligungssumme, Auftragssumme
291.626,54 €

Abstract:

Psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie oder bipolare Erkrankungen sind häufige, schwerwiegende und bislang nicht ursächlich heilbare Erkrankungen. Die Ätiologie dieser Erkrankungen ist weiterhin unklar, ein Ungleichgewicht verschiedener Transmitter-Systeme, insbesondere glutamaterge und dopaminerge Transmission wird als mögliche Ursache der Krankheitssymptome diskutiert. In früheren und aktuellen Studien wurde beschrieben, dass bei Patienten mit diesen Erkrankungen zirkulierende Antikörper zu finden sind, die gegen unterschiedliche Neurotransmitter-Rezeptoren gerichtet sind. Allerdings variiert die Prävalenz dieser Antikörper in den verschiedenen Studien und es ist bislang nicht klar belegt, ob diesen Antikörpern eine Relevanz im Krankheitsprozess zukommt. Das übergeordnete Ziel des Verbundprojekts ist die Hypothese zu prüfen, ob Autoantikörper gegen den NMDA-Rezeptor (NMDAR) einen Anteil an der Entstehung und Ausprägung von Psychosen und Schizophrenie haben. Dies wird in einem mehrdimensionalen Ansatz erfolgen, was translationale und direkte Patienten-bezogene Einzelprojekte mit einschließt. Im konkreten Einzelprojekt von C. Geis soll untersucht werden, ob Antikörper gegen den NMDAR, die bei Patienten mit primär psychiatrischen Erkrankungen (z.B. Schizophrenie oder erstmalig aufgetreten Psychosen) detektiert werden, Verhaltensauffälligkeiten induzieren und die Gehirnfunktion beeinflussen. Hierzu wird ein etabliertes passiv-Transfer-Verfahren in Mäusen verwendet werden. Phänotypische Auffälligkeiten in den Versuchstieren sollen durch nachfolgende Verhaltensanalysen ermitteln werden. Mögliche Veränderungen der Erregbarkeit im Hippocampus in diesen Versuchstieren sollen mittels Elektrophysiologie untersucht werden. Zusätzlich wird untersucht werden, ob in diesem Gehirnareal Veränderungen der hemmenden und erregenden Aktivität induziert werden.
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