TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Polarimetric Ultra-Wideband MiMo-Radar for IED-Detection and High-Resolution Imaging


Hochschule
TU Ilmenau
Fakultät/Einrichtung
Elektrotechnik und Informationstechnik
Förderkategorie
DFG
Zeitraum
2019 - 2022
Drittmittelgeber
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Bewilligungssumme, Auftragssumme
304.550,00 €

Abstract:

Der jahrzehntelange Guerillakrieg in Kolumbien hat ein tödliches Erbe von Tausenden Landminen hinterlassen. Im Hinblick auf einen Neustart für Kolumbien konnte 2016 der blutige Bürgerkrieg, der fünf Jahrzehnte ununterbrochen wütete, endlich beendet werden. Für die Menschen in Kolumbien ist der Alltag jedoch immer noch mit Gefahren behaftet. Das Land ist immer noch mit Landminen aus dem bewaffneten Konflikt mit den Guerilleros gespickt. Das beantragte Projekt „MEDICI-POLARIS" ist eines von zwei Folgeprojekten von "MEDICI", das von der DFG (MU 3507 / 3-1, RO 2493 /4-1, SA 1035 / 6-1) und Colciencias zwischen 2014 und 2017 gefördert wurde. Hauptziel von MEDICI-POLARIS ist die Untersuchung einer Methode, mit der das Signal-zu-Clutter-Verhältnis (SCR) für ein Ground Penetrating Radar (GPR) verbessert werden kann. Um das optimierte GPR-Konzept für Feldmessungen nutzbar zu machen, wird ein neues GPR-System basierend auf einem neuartigen M-Sequenz-Radar evaluiert und ein MIMO-Demonstrator aufgebaut. Die Daten mehrerer Scans werden zur Abschätzung der Bodendielektrizitätskonstante und zur Verbesserung des SCR verwendet. Da für die Radarbildgebung eine erhebliche Rechenleistung erforderlich ist, wird eine drahtlose Datenverbindung zu einem Backbone-Computersystem eingerichtet, um das Gewicht des tragbaren GPR-Sensors zu minimieren. Zusätzlich wird ein innovativer Sensor für die Messung der Bodenpermittivität mittels Wellenleiter untersucht. Dieser liefert die dielektrischen Ausgangswerte für die Radar-Bildgebung. Der Bodensensor wird ebenfalls von einem M-Sequenz-Modul gesteuert. Da humanitäre Minenräumaktionen eine wichtige Aufgabe im Friedensprozess in Kolumbien sind, werden Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen wie .HALO-Trust" dieses Projekt unterstützen, indem sie die untersuchten Systeme in den von Minen kontaminierten Gebieten bewerten.
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