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Projektdaten



Nachwuchsakademie – Herzchirurgie Von Translation zur Klasse I-Evidenz


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
DFG
Zeitraum
2018 - 2019
Drittmittelgeber
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Bewilligungssumme, Auftragssumme
82.653,00 €

Abstract:

In den achtziger und neunziger Jahren hat in Deutschland und international ein rasantes Wachstum in der Herzchirurgie stattgefunden. In dieser Zeit standen epidemiologische Nachverfolgung und Ergebnisdokumentation von sich ständig neu entwickelnden Operationstechniken im Vordergrund des wissenschaftlichen Arbeitens. Seitdem das operative Portfolio in der Herzchirurgie praktisch vollständig entwickelt ist und sich Neuerungen in der Regel als Modifikationen und Alternativen von bereits bestehenden Therapiemöglichkeiten präsentieren, hat sich der Anspruch an die Wissenschaft in der Herzchirurgie geändert. Es werden heute prospektiv randomisierte Studien zur Dokumentation von Wirksamkeit neuer Verfahren gefordert und der grundlagenwissenschaftlich-translationale Forschungsbereich wird immer mechanismen-orientierter, was den methodischen Anspruch erheblich steigert. Diesen neuen Anforderungen ist die Herzchirurgie in den letzten 15-20 Jahren weniger nachgekommen als andere Fächer, so dass aktuell eine unzureichende wissenschaftliche Infrastruktur in der Herzchirurgie in Deutschland besteht. Ein Vergleich der akademischen Leistung zur ebenfalls kardiovaskulär ausgerichteten Kardiologie zeigt mit etwa der Hälfte der an Impact und Publikationen gemessenen akademischen Leistung ein deutlich schlechteres Ergebnis für die Herzchirurgie. Es droht der Verlust an Attraktivität für den Nachwuchs und es besteht die Gefahr der Entwicklung einer Perspektivenlosigkeit für die sich in der Ausbildung befindenden Nachwuchsherzchirurgen. Wir möchten daher die Nachwuchsakademie Herzchirurgie durchführen, um unserem herzchirurgischen Nachwuchs bessere Entwicklungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche akademische Laufbahn zu ermöglichen. Perspektivisch werden hierdurch auch Impulse zur Vernetzung und Stärkung der herzchirurgischen Forschungslandschaft in Deutschland gesetzt.
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