TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Innovative Untersuchungsmethoden zur nachhaltigen Wirksamkeit modellhafter Anoxia-Behandlung gegen Insektenbefall an national bedeutsamen Kulturgütern der Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter anthropogen verursachten Umwelteinflüssen und der Veränderung klimatischer Rahmenbedingung


Hochschule
TU Ilmenau
Fakultät/Einrichtung
Elektrotechnik und Informationstechnik
Förderkategorie
Stiftungen
Zeitraum
2015 - 2017
Drittmittelgeber
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Bewilligungssumme, Auftragssumme
41.320,00 €

Abstract:

Inhalte der anwendungsorientierten Forschungsarbeiten sind die modellhafte Methodik und neuartiger Verfahren zur Umweltverträglichkeit und dem ressourcenschonenden Substanzerhalt beider nachhaltigen Bewahrung national wertvoller Kulturgüter sowie eine innovative Technologie zur Diagnostik und Qualitätssicherung bei Objektbehandlungen gegen Schädlingsbefall. Unbeachtet kann Schädlingsbefall einen Substanzverlust bis hin zur Zerstörung der Objekte verursachen. Im Integrated Pest Management (IPM) sind Verfahren zur Vermeidung, der Früherkennung und einer gezielter Vernichtung materialschädigender Organismen miteinander verbunden. Im Vordergrund stehen dabei physikalische und biologische Verfahren, die Schaderreger effizient und umweltschonend bekämpfen. Bei prophylaktischen oder kurativen Behandlungen musealer Objekte gegen Schädlingsbefall sind Methoden wichtig, die besonders materialschonend und rückstandsfrei durchgeführt werden können. Diesen Anforderungen wird eine Anoxia-Behandlung mittels Stickstoffgas gerecht. In Abhängigkeit von der Materialbeschaffenheit betroffener Objekte und den vorkommenden Schädlingsarten können die Behandlungszeit und die erforderliche Minimalkonzentration für Stickstoff sehr variabel sein. Jedoch sind verlässliche, reproduzierbare Daten bislang kaum vorhanden. In Versuchsreihen sollen Testorganismen in standardisierten Prüfkörpern in einer klimatisierten Prüfkammer behandelt werden. Begleitend soll die Möglichkeit einer zerstörungsfreien Prüfung durch Radarsensoren entwickelt und im Praxiseinsatz erprobt werden. Um materialzerstörende Insekten mit der Ultra-Breitband-Technologie (UWB) orten und auf deren Aktivität schließen zu können, müssen elektromagnetische Wellen geeigneter Frequenz ausgesendet werden und als Signale nach der Materialdurchdringung bzw. Reflektion datentechnisch verarbeitet werden. Die Anwendung dieser Technologie soll dem Nachweis der Aktivität eines Befalls und der Erfolgskontrolle von Anoxia-Behandlungen dienen. In der hier angestrebten, technischen Ausführung als handliches Kleingerätkönnte UWB-Radardetektion von Schädlingsbefall Bestandteil von Routinearbeiten bei der Sammlungspflege werden.
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