TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



HGÜ in der deutschen Netzbetriebsführung von morgen


Hochschule
TU Ilmenau
Fakultät/Einrichtung
Zentrum für Energietechnik
Förderkategorie
Bund
Zeitraum
2016 - 2019
Drittmittelgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bewilligungssumme, Auftragssumme
190.311,00 €

Abstract:

HGÜ-Betriebsführung lässt sich in 3 Stufen unterteilen: Tertiär-, Sekundär- und Primärregelung. HGÜ­-Systeme innerhalb eines AC-Netzes können in die Betriebsmitteleinsatzplanung (tertiär) integriert werden, indem ihre Referenzwerte entsprechend der zu erwarteten Verhältnisse im AC-Netz berechnet werden. Dies kann z.B. anhand unterschiedlicher Zielfunktionen durch Optimierung geschehen. Dabei muss stets berücksichtigt werden, dass eine Koordinierung mehrerer HGÜs gegeben ist, um unerwünschten Wechselwirkungen vorzubeugen. Es sollen unterschiedliche Koordinierungs- und Optimierungskonzepte erarbeitet, implementiert, simuliert und anhand zu erstellender Bewertungskriterien miteinander verglichen werden. Dazu ist zusätzlich ein Verfahren zu entwerfen, dass diese Einsatzkonzepte in die bestehende Betriebsmitteleinsatzplanung integriert. Theoretisch gibt es zwei Möglichkeiten mit komplexen Optimierungsproblemen umzugehen, die sich über Drehstrom und HGÜ-Systeme hinweg erstrecken: 1. Anwendung neuartiger Optimierungsverfahren (basierend auf Artificial lnteligence), 2. Modifizierung herkömmlicher Optimierungsverfahren. Es soll ein Vergleich zwischen beiden Varianten anhand diverser Simulationen und unterschiedlicher Systembeschreibungen durchgeführt werden. Für kurzfristige Anpassung der Umrichterreferenzwerte (sekundär) sollen Methoden neu entworfen und mit dem Stand der Technik anhand eines weiteren zu entwerfenden Bewertungsschemas verglichen werden. Dazu sind die Implementierung der Methoden und eine anschließende Simulation für alle Methoden notwendig, um ihre Wirkung auf das Netz im Störungsfall zu beurteilen. Bisher existiert noch kein Verfahren zur koordinierten Parametrierung der Regelcharakteristiken zur Wahrung der DG-Energiestabilität (primär) entsprechend der an jedem Umrichter vorherrschende Netzcharakteristika und der Gesamtnetzsituation. Ein solches Verfahren soll im Rahmen dieses Projektes ebenfalls entworfen und durch Simulationen verifiziert werden.
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