Projektdaten
Bewertung der Wirksamkeit (Effectiveness) eines digitalen Unterstützungsangebots (Mika-App) für Menschen mit einer Krebserkrankung unter klinischen Routinebedingungen am Mitteldeutschen Krebszentrum (CCCG): Auswirkungen auf Selbstmanagementkompetenzen, psychische Belastung und Lebensqualität
Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Stiftungen
Drittmittelgeber
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bewilligungssumme, Auftragssumme
164.490,00 €
Abstract:
Psychische Belastungen bei Menschen mit einer Krebserkrankung sind hochprävalent und wirken sich nachteilig auf klinische Outcomes wie Morbidität, Mortalität, Lebensqualität sowie die Inanspruchnahme von Ressourcen in der gesundheitlichen Versorgung im Sinne einer Unter-, Über- oder Fehlversorgung aus. Ein wesentliches Ziel einer ganzheitlichen Krebsversorgung und Nachsorge besteht daher darin, Belastungen zu reduzieren und Betroffene im Umgang mit der Erkrankung und den Krankheitsfolgen durch Stärkungen von Selbstmanagementkompetenzen, „Patienten-Empowerment“ und individuellen wie familiären Ressourcen zu unterstützen. App-basierte Unterstützungsangebote bieten sowohl während der akuten Therapiephase als auch in der Krebsnachsorge vielversprechende Möglichkeiten, Betroffene durch Informationen und niedrigschwellige Angebote zu unterstützen. Mika ist ein App-basiertes Unterstützungsprogramm für Patient:innen aller Tumorentitäten, welches psychosoziale Belastungen durch die Krebserkrankung reduzieren und Selbstmanagementstrategien durch individuell angepasste Informationen, Symptom-Monitoring und kognitive verhaltens-therapeutische Selbstmanagement Interventionen stärken soll. Die Wirksamkeit von Mika auf die psychische Belastung der Betroffenen wurde in einem RCT unter kontrollierten Bedingungen nachgewiesen. Die Mika-App ist frei verfügbar und am Mitteldeutschen Krebszentrum (CCCG) als digitales Unterstützungsangebot mit einem Patienten-Zugang zu lokalen Informations- und Unterstützungsangeboten (u.a. Psychoonkologie, Selbsthilfe) implementiert.Ziel des Projekts ist die Bewertung der Wirksamkeit des digitalen Unterstützungsangebots (Mika) für Menschen mit einer Krebserkrankung unter klinischen Routinebedingungen (Effectiveness) am Mitteldeutschen Krebszentrum (CCCG) mit den beiden Standorten Jena und Leipzig. Primäres Outcome ist die Auswirkung der App Nutzung auf Selbstmanagementkompetenzen bei Patient:innen mit soliden und hämatologischen Krebserkrankungen. Sekundäre Outcomes sind die psychische Belastung und die Lebensqualität. Wir erwarten, dass die Nutzung der Mika-App zu einer Steigerung der Selbstmanagementkompetenzen, sowie einer Verbesserung der psychischen Belastung und Lebensqualität führt. Zudem sollen hinderliche und förderliche Merkmale identifiziert werden, die sich auf die Nutzung und die Wirksamkeit digitaler Unterstützungsangebote wie Mika unter Routinebedingungen auswirken, um so eine zielgruppenspezifischere Nutzbarkeit und Implementierung in der Versorgung zu ermöglichen. Zur Erreichung der Projektziele planen wir eine bizentrische experimentelle Studie mit einem randomisiert kontrollierten, unverblindeten Studiendesign. Es werden insgesamt N=300 Krebspatient:innen aller Tumorentitäten ? 18 Jahre in den zwei Studienzentren Leipzig und Jena des CCCG rekrutiert.