TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Forschungsbasierte Entwicklung und Evaluation von Protokollen und entsprechenden prototypischen Implementierungen zum Quantenschlüsselmanagement im Rahmen des Projekts „MuQuaNet“.


Hochschule
TU Ilmenau
Fakultät/Einrichtung
Informatik und Automatisierung
Förderkategorie
Bund
Zeitraum
2021 - 2023
Drittmittelgeber
Universität der Bundeswehr München
Bewilligungssumme, Auftragssumme
747.855,31 €

Abstract:

Die sichere_ Kommunikation zwischen räumlich verteilten IT'Systemen'ist eine.wesentliche Basis der heutigen Digitalisierungsbemühungen, Ein'weser\tliche Schlüsseltechnologie ist hierfür die Nutzung asymmetrischer Kryptographie .. welche die Schlüsselaushandlung für den eigentlichen Datenaustausch realisiert. Diese wird durch sogenannte symmetrische Kryptographie realisiert. da die Kommunikationspartner ' über.das gleiche Schlüs??elm??terialverfüger müssen. l:eider ist-absehbar, ,dass die Sicherheit herkömmlicher, asymmetrischer Kryptographie durch zukünftige Quantencomputer stark gefährdet wird und sogena??nter Post:ouantum Kryptographie wird noch nichtflächendeckend vertraut. Abhilfe könnte der Einsatz von Quantum Key Di_stributioD _(Q!(D) bieten, welches durch Nutzung quantenmechanischer Effekten einen kryptografischen Schlüssel zwischen zwei Parteien aus_ha_ndelt. Durch die physikalischen· Eigenschaften lässt sich dieser Austausch nicht unbemerkt beobachten. QKD kommt jedoch· mit einigen schwerwiegenden Nachteilen einher: Existierende, kommerzielle Geräte sind extrem kostspielig. • Die Übertragung erfolgt nur Punkt zu-Punkt über unverstärkte, direkt gepatchte Glasfasern. • Die Integration in bestehende Sicherungssysteme ist kaum gegeben. • Der Schlüsselaustausch ist relativ unzuverlässig. • Diese Nachteile führen dazu, dass QKD bisher kaum Verbreitung gefunden hat, _und sind Motivation für das MuQuaNet-Projekt, welches das Ziel hat, QKD einer breiteren Menge von Anwendungsmöglichkeiten zuzuführen. Konkreter Forschungsinhalt des Teilprojektes ist die zentrale Fragestellung, wie einzelne QKD-Strecken in einer hybriden IT-Gesamtinfrastruktur, bei der auch non-QKD-Verbindungen existieren, einen möglichst hohen Sicherheitsgewinn einbringen können.
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