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Projektdaten



GermaN HeaRTS - German Network for Heart Research and Trials in Surgery


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
DFG
Zeitraum
2021 - 2023
Drittmittelgeber
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Bewilligungssumme, Auftragssumme
92.150,00 €

Abstract:

Erfolgreiche kardiovaskuläre Forschung ist immer mehr von Vernetzung geprägt. Die deutsche Herzchirurgie leidet aktuell unter einem Mangel an derartigen Vernetzungen, was in eingeschränkter Publikationsleistung und einer geringeren Involvierung in der Organisation und Teilnahme an großen nationalen und internationalen Studien zum Ausdruck kommt. Obwohl es aktuelle Beispiele für Netzwerkstrukturen im Bereich der Herzchirurgie gibt, sind die führenden Organisatoren meist nicht in der Herzchirurgie angesiedelt. Hierdurch entstehen Kompetenzlücken, die nicht nur die Repräsentanz der Herzchirurgie in der kardiovaskulären Forschung erschweren, sondern auch die Qualifikation motivierter und talentierter Nachwuchsärzte und -wissenschaftler behindern. Die Antragsteller haben mit der erfolgreich durchgeführten Nachwuchsakademie Herzchirurgie 2018/19 einen ersten Schritt in die Richtung zur Qualifikation und Vernetzung bereits unternommen. Dabei konnten hier nicht nur einer Reihe von talentierten Herzchirurgen wissenschaftliches Know-how vermittelt, sondern auch eine internationale Verknüpfung zum amerikanischen Forschungsnetzwerk CTSN erstellt und die NGINS Struktur (New Generation Investigator Network of Science) gegründet werden. Im Rahmen dieser Aktivitäten wurde der Bedarf einer organisierten Vernetzung von Forschungsaktivitäten in der deutschen Herzchirurgie deutlich. Daher wurde als nächster Schritt GermaN HeaRTS (German Network for Heart Research and Trials in Surgery) gegründet, eine deutsche Netzwerkstruktur, die die folgenden wissenschaftlichen Ziele verfolgt:1. Organisierte Teilnahme an sowie eigene Konzeption und Durchführung von klinischen Multicenter Studien 2. Nachwuchsförderung3. Optimierung der Kooperation mit internationalen Netzwerken und Studien (vor allem CTSN)4. Erleichterung der Erstellung von Multicenter-Datenbanken und der Durchführung von Multicenter-Registeranalysen.Ein Gründungstreffen hat im Februar 2020 bereits stattgefunden und viele herzchirurgische Zentren in Deutschland haben bereits ihren Beitritt erklärt. Hiermit wird Förderung für die Durchführung von Meetings und Koordinationsmaßnahmen zur Etablierung der Netzwerkstruktur beantragt. Es ist das Ziel, innerhalb der dreijährigen Förderphase, die Struktur zu stabilisieren und mit gemeinsamen Forschungsanträgen die Finanzierung zu verstetigen, um so eine nachhaltige Aufwertung der herzchirurgischen Forschung in Deutschland zu erreichen.
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