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Projektdaten



Verbundprojekt: Multi-dimensionale, multimodale, intelligente Imaging-Plattformen (LPI-BT1) - Teilvorhaben: Bereitstellung der Referenzanalytik und klinischen Materials sowie von biologischen in vitro und in vivo Modellen


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Bund
Zeitraum
2021 - 2026
Drittmittelgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bewilligungssumme, Auftragssumme
3.429.900,00 €

Abstract:

Gesamtziel des Verbundvorhabens BT 1 ist die Erforschung und Umsetzung von innovativen Imaging-Plattformen für die Analyse biologischer Systeme. Das Universitätsklinikum Jena wird im Teilvorhaben BT1-UKJ die erforderliche Referenzanalytik und das klinische Material bereitstellen sowie verschiedene in vitro und in vivo Modelle erarbeiten und etablieren. Diese sollen dann der Erprobung der innovativen Bildgebungstechnologien dienen und bilden final verschiedene Plattformen ab, die als Grundlage für zukünftige Fragestellungen der LPI-Nutzer dienen. Die innovativen Lösungsansätze, die hierbei verfolgt werden, liegen vor allem im Bereich der Biofilmanalytik sowie der Organ-on-a-Chip-basierten Diagnostik. Wobei im Rahmen der Förderung mittels dieser Modelle auch diverse Fragestellung zu Wirkstofffreisetzung, -verteilung sowie -effektivität in biologischem Material erarbeitet werden. Bakterielle Biofilme spielen bei der Mehrzahl der bakteriellen Infektionen eine zentrale Rolle, werden jedoch ungenügend diagnostisch und therapeutisch adressiert, was an fehlenden Standardisierungen und fehlenden schnellen und einfachen Methoden liegt. Der Einsatz der schnellen 3-dimensionallen Light Sheet Fluoreszenz-Mikroskopie (LSFM) wird den Weg in die Biofilm-basierte Routinediagnostik eröffnen. Die Kopplung an spektroskopische Verfahren bietet zudem neue Möglichkeiten für kinetische und dynamische Analysen von Wirkstoffen in Biofilmen. Durch eine gezielte Vereinfachung des hochkomplexen menschlichen Körpers, können durch die Organ-on-a-Chip Technologie Interaktionen zwischen Wirtszellen, Therapeutika und Erreger besser verstanden werden. Hier soll ein bereits etabliertes Alveolus-on-a-Chip Modell um einzelne Immunzellen und bakterielle Infektionen erweitert werden. So wird es am LPI möglich sein, das Wechselspiel zwischen Gewebe, Bakterien, Immunsystem und Wirkstoffen zu analysieren, um beispielhaft Therapeutika zu verbessern und neue Wege in der Diagnostika-Forschung zu gehen.
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