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Projektdaten



CORONA-INFLIXCOVID - Phase-2-Studie zur Evaluation von Infliximab bei Patienten mit schwerem COVID-19-Verlauf


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Bund
Zeitraum
2021 - 2023
Drittmittelgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bewilligungssumme, Auftragssumme
746.013,73 €

Abstract:

Mit diesem Projektvorhaben soll ein signifikanter Beitrag zur Bewältigung der COVID-19-Krise geleistet werden. Bei der Sepsis, auch Blutvergiftung genannt, führt eine fehlregulierte Wirtsantwort des Körpers auf eine Infektion zu lebensbedrohlichen Organversagen; so auch bei schweren Fällen der durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Erkrankung „Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)“. Diese besonders schweren Verläufe mit hoher Sterblichkeit sind in den meisten Fällen durch die Entwicklung einer ausgeprägten systemischen, sich selbst erhaltenden Entzündungsreaktion gekennzeichnet. Tumornekrosefaktor ? (TNF-?) ist ein Signalmolekül des Immunsystems, ein sog. Zytokin, welches an lokalen und systemischen Entzündungsreaktionen beteiligt ist und die Aktivität verschiedener Immunzellen regelt. TNF-? ist bei schweren Verläufen von COVID-19 regelhaft erhöht. Übergeordnetes Ziel dieses Vorhabens ist die Evaluation der Sicherheit und Wirksamkeit des Anti-TNF-?-Antikörpers Infliximab im Vergleich zur Standardtherapie bei der Behandlung von Patienten mit schwerer COVID-19-Erkrankung. Es ist geplant, eine sogenannte randomisierte, kontrollierte, multizentrische, offene Phase-2-Studie durchzuführen. COVID-19-Patienten, die ins Krankenhaus aufgenommen werden und eine definierte starke systemische Entzündungsreaktion und Beeinträchtigung der Lungenfunktion aufweisen, sollen durch eine Indikationserweiterung mit dem bereits für andere Krankheitsbilder etablierten und zugelassenen Medikament Infliximab behandelt werden. Wir erhoffen uns, dass durch eine Neutralisierung von TNF-? mit Infliximab die auftretende starke Inflammationsreaktion ausgebremst wird, die Schwere des Krankheitsverlaufs abgemildert und somit die Entwicklung einer Sepsis verhindert wird. Die Ergebnisse dieser Studie könnten unmittelbar die Therapie von Patienten mit COVID-19 weltweit beeinflussen, da das eingesetzte Medikament bereits international verfügbar ist.
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