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Projektdaten



pallCompare - Inanspruchnahme und Outcomes palliativer Versorgung in Deutschland im regionalen Vergleich: eine GKV-Routinedatenanalyse


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Sonstige
Zeitraum
2020 - 2023
Drittmittelgeber
Gemeinsamer Bundesausschuss– Innovationsausschuss
Stichwort
Bewilligungssumme, Auftragssumme
895.180,00 €

Abstract:

Um eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Palliativversorgung in Deutschland zu gewährleisten, wurde das entsprechende Angebot ebenso wie Qualifizierungsmaßnahmen auf verschiedenen Versorgungsebenen in den letzten Jahren deutlich erweitert. Ambulante und stationäre Versorgungskapazitäten sind regional in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden, wobei sich die Inanspruchnahme nach den vorhandenen Angebotsstrukturen richtet. Die Weiterentwicklung der einzelnen palliativen Versorgungsformen geschieht bisher auf der Basis isolierter Bewertungen einzelner Maßnahmen und Strukturen, die in der Realität eng verzahnt sind und ist dementsprechend problematisch. Vor diesem Hintergrund planen wir mit dem Projekt pallCompare erstmals eine längsschnittliche, sektorübergreifende und regional differenzierte Erhebung der palliativen Versorgung in Deutschland. Anhand von Krankenkassen-Routinedaten können folgende palliativen Versorgungsformen unterschieden werden: allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV), besonders qualifizierte und koordinierte palliativmedizinische Versorgung (BQKPmV), spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), stationäre Palliativversorgung, Hospize sowie Kombinationen. Wir werden Leistungsinanspruchnahme, Versorgungsqualität und Versorgungskosten im Längsschnitt von sechs Jahren erfassen, um eine empirische Grundlage zur Weiterentwicklung der palliativmedizinischen Versorgung aufzubauen. Anhand der Daten lassen sich auch Auswirkungen der verschiedenen Zulassungs- und Vergütungsstrukturen erkennen. Damit wird ein integriertes Berichtswesen über Art, Dauer und Umfang palliativmedizinischer Versorgung in Deutschland entwickelt, das Fehl- oder Unterversorgung sowie Verbesserungsmöglichkeiten im Zusammenwirken der verschiedenen Versorgungsebenen aufzeigt.
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