TU Ilmenau Humbold Bau

Projektdaten



Analyse des bipolaren Androgenrezeptor-Signalings in humanen Prostatazellen


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
Stiftungen
Zeitraum
2020 - 2023
Drittmittelgeber
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bewilligungssumme, Auftragssumme
203.194,00 €

Abstract:

Prostatakrebs (PCa) ist der am häufigsten diagnostizierte Krebs beim Mann. Das Wachstum des PCa wird durch den aktivierten Androgenrezeptor (AR) reguliert. Daher besitzt die Hormontherapie, mit Androgendeprivation (ADT) und AR-Antagonisten, das wichtige Ziel den AR zu inaktivieren. Der AR ist essentiell für die männliche Entwicklung und Reproduktion. Interessanterweise zeigt sich zunehmend, dass der AR sowohl wachstumsfördernde als auch tumorhemmende Funktionen besitzt. Diese duale Funktion erscheint paradox im Hinblick auf die bisherige Hormontherapie. Jedoch deuten immer mehr Studien darauf hin, dass es auch einen Vorteil bei der Hemmung von PCa-Wachstum gibt durch ein Abwechseln der Behandlung von ADT und AR-Antagonisten mit pharmakologisch-supraphysiologischen Androgenspiegeln. Neue Therapieansätze deuten darauf hin, dass intermittierende Zyklen von pharmakologisch-supraphysiologischen Androgengaben, auch bekannt unter bipolare Androgentherapie (BAT), Vorteile bei frühen Stadien der Metastasierung von PCa aufweisen. Wir konnten zeigen, dass supraphysiologische Konzentrationen von Androgenen die zelluläre Seneszenz induziert. Die dadurch induzierte Seneszenz ist irreversibel und die Tumorzellen teilen sich nicht mehr. Die Androgenkonzentrationen spielen also eine wesentliche Rolle für die zelluläre Antwort von PCa-Zellen. Jedoch sind die zugrundeliegenden Mechanismen unverstanden. Es sollen daher mit RNA-seq das jeweilige AR-Transkriptom, die Gesamtheit der Transkripte, identifiziert, die spezifisch für Androgenspiegel sind. Diese Analysen sollen das Verständnis für das tumorsuppressive oder proliferationsfördernde Verhalten von PCa durch unterschiedlichen Androgenlevel erbringen. Dies soll im Xenograft Modellsystem mit 3D-Spheroiden mit humanen PCa werden genutzt, um den therapeutischen Effekt in vivo zu zeigen.
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