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Projektdaten



FGR Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden - SYNABS", TP P6 "Pathogene Effekte von GABAB Rezeptor Antikörpern auf die neuronale Transmission und die Funktion des Hippocampus"


Hochschule
Universitätsklinikum Jena
Fakultät/Einrichtung
Medizinische Fakultät
Förderkategorie
DFG
Zeitraum
2020 - 2023
Drittmittelgeber
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Bewilligungssumme, Auftragssumme
328.150,00 €

Abstract:

Die Entdeckung von Autoantikörpern gegen synaptische Proteine bei Patienten mit schwerwiegenden neuropsychiatrischen Erkrankungen war ein Durchbruch in der Neurologie. Bislang sind mehr als 15 Zielproteine von Autoantikörpern identifiziert, die jeweils eine Unterform der Erkrankung definieren. Diese Zielmoleküle sind an der Synapse lokalisiert und umfassen ionotrope sowie metabotrope Rezeptoren (z.B. NMDA, Glyzin oder GABAB Rezeptoren) oder synaptische Signalmoleküle (z.B. LGI1). Diese neue Entität von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) wurde ‚autoimmune Enzephalitis‘ benannt. Die zugrundeliegende Pathophysiologie einschließlich der molekularen Wechselwirkungen und der oft schwerwiegenden Effekte der Antikörper auf Neurone, Synapsen und neuronale Netzwerke sind bislang nur ansatzweise verstanden. Zielspezifische Therapien sind folglich nicht verfügbar. Die DFG Forschungsgruppe ‚Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden (SYNABS)‘ vereint klinische Forscher auf dem Gebiet Antikörper-vermittelter Erkrankungen mit Grundlagenwissenschaftlern auf den Gebieten der Neurophysiologie, Neurobiologie und Neuroimmunologie, um gemeinsam Antikörper-vermittelte ZNS Erkrankungen zu erforschen. Ziel von SYNABS ist es, die Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden aufzuklären, bei der Autoantikörper gegen synaptische Proteine gerichtet sind. Es werden hierzu neueste Methoden und Technologien eingesetzt. Dazu zählen passiv-Transfer Tiermodelle, spontane Maus- und Katzenmodelle, Tiermodelle nach aktiver Immunisierung, humane Zellpräparationen, sowie komplexe elektrophysiologische Methoden, super-resolution Mikroskopie und engineering menschlicher Antikörper. Als proof of concept wird die humane Immun- und Neuropathologie in Autopsiematerial von Patienten aufgeklärt. Der Fokus ist auf die wichtigsten und häufigsten Zielproteine gerichtet. Es sollen ziel- und gewebespezifische therapeutische Verfahren in Tiermodellen entwickelt werden, die in der Folge dann bei Patienten eingesetzt werden sollen.
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